Author: Kurt

  • Torres del Paine

    Torres del Paine

    Restaurierte Blog-Eintrag

    Am 12.4. (Franziskas 17er) schien die Sonne und wir sind in den Torres del Paine Nationalpark gefahren. Schon der Weg dorthin lässt einen gelegentlich unkontrolliert stammeln und nach Worten suchen, weil es so unglaublich schön ist.

    Hier und da liegen auf dem Planeten unglaublich schöne Gegenden herum. Diese hier ist gekenzeichnet durch steil aufragende Andenspitzen, Gletscherseen, Steppenartigen Bewuchs, als auch Südbuchenwälder, Gletscher, türkisfarbene Seen und unglaubliche Bergformationen.

    Towards Torres del Paine (2) Towards Torres del Paine (1) Towards Torres del PaineAndean Condor

    Wir fahren bei blauem Himmel auf die Torres zu und kommen aus dem Staunen nicht raus. Es gibt zwar viele Bilder auf denen die Berge bei Sonne zu sehen sind, aber das hier ist eigentlich eine permanente Schlechtwetterzone. Die Andenspitzen kratzen die Feuchtigkeit aus den höheren Luftschichten, was zu intensivem Niederschlag und eigener Flora in den Parks führt. Für die Pampa im Osten bleibt trotzdem nichts übrig.

    Camping Lago Pehoé

    Am Abend campen wir im Camping Lago Pehoé. Schöne Klos – oh, ich sollte erwähnen, dass seit Peninsula Valdes (Top-Klo-Lokation!) die Klos eigentlich immer im guten Zustand waren – ein Restaurant, um ein ordentliches Bife de Chorizo mit Ensalada Mixta zu bekommen, leider kein Strom. Ich bin so ein bisschen ein Strom Junkie und Immer auf der Suche nach Orten, wo ich extern die Batterie auffrischen kann.

    Am Morgen dann ein unglaublicher Anblick. Das ist (für mich zumindest) definitiv einer der schönsten Orte auf diesem Planeten.

    Ich Jogge los um die Gegend zu erkunden – und komme wiedermal aus dem Staunen und unkontrollierten vor Glück Lachen nicht raus und entdecke einen Ort wo ich schon immer mal hinwollte. Es war das Explora in Patagonien. Ich glaube ich habe einigen von euch schonmal den alten Spiegel Online Artikel gezeigt, der vor vielen vielen Jahren mein Interesse auf Patagonien gelenkt hat.

    Hier bin ich im wahrsten Sinne des Wortes drüber gestolpert. Nun, man soll die Feste feiern wie sie fallen und wer weiß, wann ich das nächste mal hier vorbeikommen, also kurzer Zwischenstop für zwei Tage im Hotel.

    Explora (1) Explora (2) Explora (3) Explora

     

    Ein unglaublicher Kontrast zur Hosteria Independencia in Punto Arenas, die aber auch ihre Vorzüge hatte, die Explora nicht bietet. Extreme sind ja genau das was ich suche.Der nächste Tag schenkt Franziska und mir den geilsten Hike meines Lebens. Bei bestem Wetter,  die Guides waren auch total aus dem Häuschen – wie gesagt: das ist eigentlich ein Schlechtwettergebiet, geht es erstmal über den Lago Pehoé mit dem Schnellboot zum Refugio y Camping Paine Grande und danach laufen wir ein traumhaftes Stück des Circuit ab.

    Along the Circuit Cumbre Central

     

    Lagna Los Patos (1) Lagna Los Patos

     

    Glaciar Grey Glaciar Grey (1)Am Camping y Refugio Lago Grey werden wir mit dem Boot abgeholt, fahren die Gletscherfront ab und dann zurück zum Hotel. Pete und Pedro, die beiden Guides sagten uns, dass es pro Jahr etwa 5 solcher Tage gibt und für sie selbst war das erst der zweite (und beste)!

    Nach dem Hike und vor dem Essen können wir den Spa Bereich nutzen und am Rio Pehoé im Whirlpool liegen, Schwimmen, Saunen und danach in den 6 Grad kalten Fluss springen (ich zumindest – und ja, es gibt ein Video dieser Todesverachtenden Aktion, dass ich Eingeweihten zuhause zeigen kann).

    Trunken vor Sinneseindrücken geht es weiter zum Perito Morreno Gletscher nahe El Calafate. Nach dem Hike in Torres del Paine zweifeln Franziska und ich, ob es etwas schöneres geben kann und es ist mittlerweile tatsächlich schwer uns umzuhauen. Der Gletscher ist phänomenal groß und schön und es macht Spass einfach zuzusehen, wie hier und da ein Stück mit gewaltigem Tosen ins Wasser fällt, aber es ist eben nur ein Gletscher und es ist ein Ort an dem einfach zu viele Menschen sind. Es ist zu leicht sich hierher mit dem Bus karren zu lassen.

  • “El Troll” – Expeditionsmobil (Unimog 1300L Typ 435)

    “El Troll” – Expeditionsmobil (Unimog 1300L Typ 435)

    Das Expeditionsmobil, das mich durch den Südamerikanischen Kontinent transportieren soll, ist ein Mercedes Unimog 1300L Typ 435. Es ist ein Ex-Bundeswehrfahrzeug Baujahr 1982. Als Depotfahrzeug hat es gerade mal 17000km hinter sich.
    [AFG_gallery id=’2′]
    Features Mobil:
    • Dachluke (für meine “Kamera-Lafette”) – was habe ich in Namibia von so einem Feature geträumt!
    • http://kydroon.de/blog/index.php/el-troll-expeditionsmobil-unimog-1300l-typ-435/#more-73 Seite 1 von 6
    • Kydroon’s Blog 20.01.12 21:28
    • Schnelle Übersetzung, damit fährt der Traktor, wenn man das Gaspedal etwas durch das Bodenblech drückt, fast 120km/h und verbraucht dabei etwa so viel wie ein Panzer
    • Rückwärtskamera
    • Motorbremse, wird mir auf den hohen Pässen sicher helfen
    • Getrennter 24V-Fahrzeugstromkreis mit Gelbatterien
    • Zwei Dieseltanks mit insgesammt knapp 400L Fassungsvermögen
    • Zwei Notkanister für Wasser und Diesel
    • Zwei Ersatzreifen (davon einer ohne Felge, falls die Gumeros vor Ort kein passenden Ersatz haben) Seilwinde- Die habe ich sogar hier schon gebraucht, aber das ist eine andere Geschichte.
    • Ansonsten die üblichen Unimog-Features wie extreme Geländegängigkeit und 1,2m Watfähigkeit…
    Features Wohnaufbau:
    • Standheizung und Wasserboiler (Gas)
    • 200l Wassertank und 200l Abwassertank
    • Toilette und Waschbecken
    • Innendusche!
    • Spüle, Herd, Kühlschrank
    • Stromversorgung (12V und 220V) über Solarpanäle oder den externen autarken Stromgenerator
    In einem Wort: “Weltraummäßig! Hier noch ein paar weitere Bilder:
    Die Pritsche hinten wird meine präferierte Schlafstelle werden.
    Blick vom Eingang in meine Wohnung für das nächste halbe Jahr und ja, das in der linken Ecke ist tatsächlich ein Flipchart/Whiteboard – ich brauch sowas zum Denken.
  • STS-122 (Shuttle-Start der Atlantis Fähre zur ISS am 7. Februar 2008)

    STS-122 (Shuttle-Start der Atlantis Fähre zur ISS am 7. Februar 2008)

    Meiner Ansicht nach, ist der Bau von Raumschiffen das höchste was die Menschheit bisher zustande gebracht hat. Seit meiner frühsten Kindheit liebäugelte ich mit der Kariere eines Rocket Scientist, der Raketen baut, die Menschen in den Weltall bringt. Was kann es sinnvolleres geben?

    Fast 40 Jahre habe ich gebraucht, um die Gelegenheit zu bekommen dem Start eines echten Raumschiffs aus nächster Nähe beiwohnen zu dürfen. Es ist elefantös, großartig und erhaben und nicht mit Worten zu beschreiben! Was die nachfolgenden Bilder nicht zeigen können, ist der unglaubliche Lärm. Es ist laut, sehr laut. Selbst aus der Entfernung (ich schätze es waren ca. 6 km) hört es sich so an, als ob eine 747 direkt vor einem startet. Macht auch Sinn: die Kraft, die in einem Shuttle steckt, entspricht der einer kleinen Atombombe, die über 16 Minuten explodiert.

    Atlantis Raumfähre – Mission STS-122…
    Startet zur ISS, um das ESA Modul in den Orbit zu heben

    Wenn jemand zufällig in terminlicher Nähe eines geplanten Starttermins in Florida sein sollte, kann ich nur empfehlen: Vergesst, was auch immer Ihr vorhattet und macht euch auf nach Cape Canaveral für eine echte Lifetime Experience!

    Tips für zukünftig Beobachter (geht nur noch bis etwa 2010, weil danach nur noch die Russen Menschen in den Orbit knallen können):

    Termine anstehender Missionen gibt es auf der NASA Web-Site. Jede freie Stelle entlang der Küste von Cocoa bis Titusville ist bestens geeignet solche Ereignisse zu bewundern. Bei einem anstehendem Start ist ohnehin die komplette Küste besetzt. Das Bild unten zeigt die Position (oberes Bild) von der aus die Fotos gemacht habe. Das mittlere Bild ist die Position des Launch Pads und das untere zeigt die Bar New York New York. Liegt phänomenal (wobei, so viel näher nun auch nicht), dürfte aber auch phänomenal überlaufen Sein während eines Starts (unteres Bild zeigt die Sicht von dort aus auf das Assembling Building. Ich würde es zumindest probieren. Wie auch immer, man bekommt dort sehr guten Fish zu sehr vernünftigen Preisen

    Das Kennedy Space Center in Cape Canaveral macht früh die Tore dicht (etwa drei Stunden vor dem Start). Die Planung ist damit schwierig, aber meiner Ansicht nach, ist es nicht unbedingt notwendig auf dem Gelände zu sein (siehe Bilder, die von Titusville aus aufgenommen sind)

    Mann kann unmittelbar nach dem Start auf das Kennedy Space Center kommen. Das ist deswegen großartig, weil alle Leute nach dem Start wegfahren und man einen dann fast ganz leeren Park betritt und andächtig zwischen den großartigsten Zeugnissen Menschlicher Schaffenskraft umherschweifen kann. Für den ganzen Park sollte man mindestens einen Tag einplanen!

    Im Park kann man sich für mehrere Busrundfahrten oder Touren entscheiden. Ich habe die “NASA Close-Up Tour” gebucht und kann diese empfehlen. Mann wird sehr nah an den Launch Pads geführt, die nach einem Start wieder in das Vehicle Assembling Building zurückgefahren werden.

    Es gibt es zahlreiche Attraktionen von denen man eine auf gar keinen Fall auslassen darf: die Shuttle Start Experience! Mann erlebt hautnah und am eigenen Leib einen Start. Zuerst gibt es ein Briefing in dem der Start und die einzelnen Phasen sehr anschaulich beschrieben werden. 6 Sekunden vor dem Start zünden die Haupttriebwerke. Man sieht das aus nächster Nähe. Wäre man tatsächlich so nah, würde einen der Schall töten! Der Sound ist grandios! Der Schub lässt die Shuttle Kippen und die Spitze schwankt zur Seite (sie nennen das den Twang). Exakt beim Zurückpendeln zünden die Booster und das Shuttle beginnt seine Reise zum Orbit. Dabei werden die Astronauten am Max-Q, dem Punkt der maximalen Beschleunigung kurz vor der Schallmauer, mit bis zu etwas über drei G beschleunigt und ordentlich durchgeschüttelt. Am Ende werden sie dann mit dem wohl schönsten Anblick belohnt, der uns Menschen zugänglich ist – leider nur sehr wenigen – der Erde von oben!

    Die Gegend um das Space Center

    Tja, und ansonsten einfach in den Relikten der Raumfahrt schwelgen, die im Kennedy Space Center ausgestellt sind. Weitere Bilder aus den Everglades und vom Kennedy Space Center sind in diesem Flickr-Album zu finden.

    Bemannte Raumfahrt ist im übrigen nicht teuer: ich kann die Quelle nicht benennen, habe aber etwas im Hinterkopf wie: ein Jahr Vietnam Engagement kostete die USA mehr als das komplette Mondlandeprogramm (zu damaligen Kosten).

  • Kilmabeobachtungen im Hochgebirge

    Kilmabeobachtungen im Hochgebirge

    Restaurierter Blog-Beitrag aus dem Archiv

    Ich fahre jetzt schon seit dem Winter 2002 nach Saas-Fee. Es ist relativ nah. Wenn man von Frankfurt um 11 Uhr losfährt, ist man mit Pausen um 17 Uhr am Ziel und schon ziemlich hoch.

    Saas-Fee ist ein magischer Ort, der eine sehr interessante Chronik hat. Die Magie möchte ich mit diesem Bild belegen:

    Saas Tal from above

    Dieser Chronik zufolge sind die Gründer der Saas-Dörfer, Sarazenen die um 939 in das Wallis eindrangen und sich in den höchsten Lagen verschanzten.

    Almagel ist nach Engelhardt )* ein arabischer Name für etwas wie das höchste Lager. Saas-Fee ist gegenüber Saas-Almagel nochmals deutlich höher, zurückgezogener und schattiger. Es ist eine natürliche Enklave. Interessant ist die Schilderung der Saaser Chronik *) der Zeit um 1600, in der es wohl eine Zwischenkaltzeit gab, die das Leben in den bergigen Regionen sehr beeinträchtigte und zurückwarf.

    Saas-Fee hat sich erholt, 1881 baute die Gemeinde das heute noch bestehende und von Snowboardern heimgesuchte Hotel Dom und errichtete einen für damalige Zeiten extremes touristisches Ziel (Chapeau!). Saas-Fee ist schon sehr lange Autofrei (50er?).

    Was mir jetzt aber so ins Gesicht springt, dass ich es nicht mehr ignorieren kann ist der Rückgang des Fee- Gletschers. Es gibt einen Schlepper-Skilift (Fee-Chatz), der einen an den Grenzen des selbigen vorbeizieht. Während ich vor einigen Jahren ehrfurchtsvoll direkt an den Eiswänden vorbeigezogen wurde, sind diese jetzt so weit weg, dass es mich nicht mehr schaudert, ob sie auf mich niederfallen könnten.

    Es gibt ein Kreuz an der Fleskinn-Talstation mit dem Untertitel, dass dies die Untergrenze des Gletschers um 1800 war. Das nachfolgende Google-Earth Bild zeigt die Dimensionen des Rückgangs.

    die türkisblaue Strecke ist im übrigen meine Snowboard-Talabfahrt-GPS-Spur

    Für mich bedeutet das:

    • Der Klimawandel ist nicht nur durch uns Menschen initiiert
    • Die Zeit zum handeln ist knapp, weil das Momentum beachtlich ist!
    • Bis zum Ende von Wintersport in Europa lasse ich mir…
    …sowas nicht verwehren: Fondue-Hütte am Hohnegg: Eat, drink, die (happy)…

    Gute Unterkünfte:

    • Hohnegg (ein Wintertraum und mein Refugium in Winter) – mittlerweile geschlossen…
    • Allegra (mein Favorit bevor ich das Hohnegg kannte)

    Gute Küche (beide sind außerhalb von Saas-Fee über einen märchenhaften Wanderweg zu erreichen):

    • Hohnegg (der Koch hat eine unglaublich gute Quelle für Rindfleisch aus der unmittelbaren Umgebung, auch sollte man unbedingt und auf jedem Fall sein Bisonfilet probieren – es ist das beste Fleisch was ich je essen durfte)
    • Waldhotel

    *) Quelle: Saaser Chronik von P.J.Ruppen, G.Imseng, W.Imseng (nur vor Ort erhältlich)

  • Hallo Welt!

    Welcome to WordPress.com. This is your first post. Edit or delete it and start blogging!

  • Antiker Geek-Stock

    Antiker Geek-Stock

    …im Surfgarden.de unaufgefordert gefangen

    WAS WAR DEINE ERSTE “ECHTE” PC-HARDWARE?

    Wie alle, habe ich mit einem Commodore C64 angefangen. Auf selbigem habe ich auch meine erste Anwendung gebaut, den TrainerMaker. Das war meine erste kommerzielle Software, die unspielbare Spiele spielbar gemacht hat. Später wanderte ich in die wirkliche Anwendungsecke und baute Multi-Dub, einem File Copy Tool für die damals aktuelle Dolphin-DOS Version, die Ladezeiten für den C64 erträglich gemacht hat.

    DEINE ERSTE ANWENDUNG WELCHE DU BENUTZT HAST?

    Benutzt? Also nicht nur damit rumgespielt? Nun, das war der C64 Monitor aus der Chip-Zeitschrift zum abtippen. Ich habe eine Woche zum abtippen gebraucht und konnte dann endlich komfortabel echten Maschinen-Code ohne den POKE-Umweg eingeben.

    DEIN ERSTES SPIEL?

    Moon Buggy!!! Ich war total begeistert wie man mit einem SYS2064-Aufruf in Basic so viel bewegen kann (hatte noch keine Ahnung was der Befehl bedeutete). Hat mich motiviert den Monitor abzutippen (s.o.).

    Oben sieht man ein Bildschirmfoto meines ersten Spiels: Mission Andromeda, dass ich mit Andreas Herbst geschrieben hatte. Lief auf dem guten alten Amiga.

    HATTEST DU VON ANFANG AN SPASS AN DER MATERIE?

    Ja!

    SEIT WANN BIST DU ONLINE, UND MIT WELCHEM ANBIETER

    Der (einzige) Anbieter hieß damals BTX. Bei den frühen Experimenten bin ich auch erstmalig der Finanzmaterie, bzw. den Marktdaten begegnet, als ich mit sehr rohen Scripts über Modem-/BTX-End-of-Day Kurse für meine eigene Chartanalyse-Software KAPITAList zog. Das war auch die Zeit in der ich lernte, dass man nicht an der Börse sondern mit der Börse Geld verdient. Eine Aufgabe, die ich seit dem 9. November 2005 als weitgehend abgeschlossen betrachten kann.

     

  • Spaß auf der Piste

    Dazu möchte ich nicht viele Worte verlieren. Früher war dazu ein klobiger VHS Recorder nötig. Der Rest des Tages war dann auch versaut, weil man den vorsichtig im Rucksack mitfahren musste. Heute reicht eine kleine Notfallkammera aus… 🙂

  • Neue EU-Gepäckverordnung…

    Neue EU-Gepäckverordnung…

    …oder meinen die das wirklich ernst?
    Nachdem vor einigen Tagen die neue Verordnung in Kraft trat, wollte ich bei meiner letzten Reise das Ganze mal am eigenen Leib testen.

    Bewaffnet mit Zahnpasta und Rasierwasser (beides an der kritischen Grenze von 100ml) machte ich mich von Frankfurt nach Italien/Verona auf. Eine berüchtigte Achse des internationalen Terrorismus!

    In Frankfurt ist man sichtlich bemüht, auf die neuen Regeln aufmerksam zu machen. Überall Plakate und kostenlose, durchsichtige Zipper-Tüten.

    Mann stellt sich also brav in die Reihe mit den anderen Schwerverbrechern auf und kann in der Zeit, in der die Schlange vor einem abgearbeitet wird, schauen, was die anderen Schwerverbrecher für Toilettenartikel nutzen.

    Man kann bei Gesprächen lauschen, die ablaufen wie: Wieso kann ich das Wasser nicht mitnehmen? Da ist doch weniger als ein Viertelliter übrig? Das ist so! Entweder Sie lassen die Flasche hier oder Sie fliegen eben nicht mit!
    Man kann zusehen, wie andere sich fast bis auf die Unterhose ausziehen müssen, weil die Quotenlampe aufblinkte und irgendwann ist man dann selbst dran. Die Tüte wird gescannt und man denkt, erstmal: Hmmm… war ja garnicht so schlimm…, aber dann, als man einpacken will, kommt der Befehl:
    Zeigen Sie mal!
    Gehorsam zeigt man die transparente Tüte und beobachtet, wie der Inhalt vorsichtig einer weiteren optischen Analyse unterzogen wird.
    Was ist das?
    …kommt nach einiger Zeit eine Frage. Ich vermutete hier ängstlich eine Fangfrage und war mir unsicher, ob wirklich eine Antwort erwünscht war. Mir war aber klar, dass ich auf keinen Fall den Bombenwitz machen darf.
    Rasierwasser? antwortete ich zögerlich.
    Aha, das ist aber zu groß, das bleibt hier!
    …wird mir entgegengeschmettert.
    Ähhh, nein, das ist ein nicht voller 100ml-Behälter.
    Hmm… und das? Was ist das?
    Der Kontrolator zeigt vorsichtig aus der Ferne auf die Zahnpasta. Gleiche Prozedur also wieder wieder: Fangfrage? Antwort, Einspruch und dann doch die Erlaubnis.
    Prima, Fliegen ist wiedermal ein ganzes Stück angenehmer geworden. Aber es war ja von Frankfurt aus, einem wirklichen Knotenpunkt.
    In Italien, bei der Reise von Verona nach Bozen und wieder zurück, musste ich leidend die Weinempfehlungen meines Kollegen Guiseppe ausschlagen, weil Wein leider in Flaschen mit mehr als 100ml abgefüllt wird. Es tat wirklich weh, ihm beim Verladen der seiner Kisten zuzusehen…
    Beim Rückflug nahm ich in meiner grenzenlosen Naivität an, dass Italiener an einem Flughafen, der vermutlich erst vor kurzem von Gras- auf Asphaltbahnen aufgestiegen ist, das Ganze mit einer natürlichen Lockerheit über die Bühne laufen lassen würden.
    Kaum Plakate, bzw. die wenigen sichtbaren waren wirklich klein. Ich stelle mich also in eine Schlange ohne Plakat und lasse das Rasierwasser und die Zahnpasta einfach mal da wo sie sind.
    Vor mir spielen sich wieder die gleichen Szenen wie in Frankfurt ab und dann bin ich dran und werde auch gleich erwischt!!!
    Nicht angemeldete Flüssigkeiten und schlimmer: eine Sachertorte!!! diese ist quasi flüssig, also eine vollwertige Bombe! Ich komme in den Genuss der Aufmerksamkeit sämtlicher Kontrolatoren und muss alle Verhandlungskunst aufbringen, um die Sachertorte doch noch mitnehmen zu dürfen…
    Fliegen macht einen Höllenspass!!! Ich lerne daraus:
    • Fliegen ist nicht sicherer!
    • Die Würde des Menschen ist doch antastbar!
    • Die EU hat beschlossen, die gleichen Prüfungskosten für einen Flug von London nach New York, wie für einen von Mannheim nach Paderborn zu übernehmen.
    • Firmen die versiegelbare Duty-Free-Tüten herstellen, haben kistenweise Champagner bestellt.
    …geht die Rechnung gesamtwirtschaftlich wirklich auf?
  • Killer Applikationen

    Killer Applikationen

    Hypothese: Wir leben in einer Informationsgesellschaft. Als Konsequenz bestimmt sich der Wert des Individuums aus der abdiskontierten Fähigkeit zur „Informationsveredelung“. Informationsveredelung kann profitabel sein, Produktion wird hingegen immer öfter zu Grenzkosten angeboten. In der Informationsgesellschaft gibt es elementare private und geschäftliche Werkzeuge (Killer-Applikationen), die jeder braucht.

    Denken
    • Textuell (Word, Pages, notfalls vi, etc.)
    • Visuell (Keynote, Photoshop, Mindmaps, etc.)
    Rechnen (Excel, Mathematica, etc.)
    • Recherchieren (Google, Spotlight [Mac only…], etc.)
    • Archivieren (noch kein primärer Anbieter, Google Grid?)
    Kommunikation
    • Synchron (Telefon, Chat, etc.)
    • Asynchron (Mail)
    Zeit (die gute alte Handuhr, iCal, Outlook und ganz bestimmt nicht Notes)
    Soziale Netzwerke
    • Geschäftlich (LinkedIn, obenBC)
    • Privat (Friendster, StayFriends, etc.)
    Geographische Netze (Google Earth, Google Maps)
    Wiedergabe/Broadcasting (iTunes)
    • Text
    • Musik
    • Video
    Portfolio! jeder braucht Informationen über das aktuelle und extrapolierte Vermögen. Wie passen Cash-Flows mit den Zahlungszielen überein? Welche Auswirkungen können Börsenereignisse auf mein zukünftiges Vermögen haben? Was kann ich mir in Zukunft leisten?
    Und wo finde ich diese Anwendung?!
    Potential zur Veränderung gibt es durchaus…
  • Von Hühnern, Haxen und Livanzen

    Von Hühnern, Haxen und Livanzen

    Montag: Live eating on stage bei „Wer Kocht schießt nicht“ (Stalburg Theater Frankfurt) Mittwoch: Live learning beim Lohninger im Silk
    Freitag: Live oil tasting (Öldorado)
    Samstag: Life ending (für Meggu) oder auch seine Verabschiedung aus dem Junggesellendasein…

    Hühnerkeule á la Dr. Kögel
    Die Keule ist herrlich knusprig, die Füllung delikat und die Sauce fein. Ein überraschend vielschichtiges Gericht, das so einfach ist, dass man dabei sogar Theater spielen kann. Ich hatte die Ehre der Live-Verkostung
    Hier ist das Rezept und die Zutaten für zwei Personen:

    Das Huhn
    2 Hühnerkeulen
    2 Möhren
    2 Stangen Lauch
    2 Scheiben Zwieback 2 Eier
    W eißwein Olivenöl Salz Pfeffer Muskat
    asüße Sahne

    Die Nudeln
    1 Tasse Mehl 1 Ei
    Salz Muskat Olivenöl
    Die Zubereitung des Huhns
    1. Hühnerbeine entbeinen.
    2. Lauch hacken, Karotten reiben und in der Pfanne anschmoren.
    3. Eier und Zwieback hinzugeben, vermengen und würzen.
    4. Die so entstandene Farce in die Hühnerbeine füllen und mit Küchengarn zunähen.
    5. Knochen der entbeinten Beine kleinhacken.
    6. Gefüllte und gehackte Beine scharf anbraten.
    7. Den Rest der Farce hinzugeben, kurz warten und mit dem Weißwein ablöschen, danach für ca. 30 Min.
    bei 100 Grad im Ofen schmoren.
    8. Hühnerbeine getrennt warmstellen.
    9. Den Rest der Farce durchsieben, hinzugeben und danach Sahne hinzugeben und etwas reduzieren.

    Die Nudeln (Zubereitung)
    1. Mehl, Ei, Öl und 1 TL Wasser gut durchkneten.
    2. Ausrollen und in Streifen schneiden oder durch die Nudelmaschine drehen. 3. 10 Minuten abhängen.
    4. 4 Minuten in gesalzenem Wasser Kochen.
    (Quelle: Stalburg Theater Frankfurt)

    Liwanzen á la Lohninger
    Zutaten (für eine kleine Armee) und Zubereitung: Liwanzen
    500g Mehl
    750g Milch
    60g Hefe (frisch)
    1g Salz
    Zitronenzesten (dünn abgezogene Zitronenschalenstreifen) 10g Strohrum
    80g geklärte Butter
    4 Eidotter
    120g Eiweiß
    80g Zucker
    Strohrumeis
    1l Sahne
    1l Milch
    150g Trimolin (Invertzuckersirup) 25g Milchpulver
    10g Stabilisator
    300g Zucker
    300g Eidotter
    180g Strohrum
    http://kydroon.de/blog/index.php/von-hunern-haxen-und-livanzen/#more-18 Seite 2 von 6

    Topfen Füllung
    1kg abgehangener Topfen – ja, Lohninger läßt mit großer Begeisterung den Österreicher raushängen: Topfen (Österreichisch) = Quark (Deutsch)
    300g Staubzucker
    750g Sauere Sahne
    30g Zitronenzesten 15g Orangenzesten 1g Salz
    10g Strohrum
    80g Rumrosinen Powidl Füllung
    400g Portwein, rot 105 Zimtstangen 1 Vanillestange 5g Sternanis
    Saft & Zesten von einer Zitrone
    Saft & Zesten von einer Orange
    4kg Powidl Marmelade (Pflaumenmarmelade)
    Zubereitung Liwanzenteig
    1. Milch und Hefe miteinander vermengen. Salz, Zitronenzesten, Mehl und Rum hinzufügen. 2. Rühren, bis sich die Masse verbunden hat.
    3. Zuletzt Butter und Eidotter beigeben.
    4. Teig 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.
    5. Eiweiß und Zucker aufschlagen und unter die Masse unterheben.
    6. Der Teig wird dann am besten in einer Creppes-Pfanne in ca. 5 cm großen Portionen zubereitet.
    Zubereitung Strohrumeis
    1. Sahne, Milch, Trimolin, Milchpulver und Stabilisator vermengen und aufkochen. 2. Danach im Wasserbad Zucker und Eidotter hinzugeben (“zur Rose abziehen“). 3. Zuletzt Strohrum beimengen, abkühlen lassen und ab in die Eismaschine.
    Zubereitung Topfen Füllung
    1. Einfach verrühren (und versuchen dabei nicht alles zu vernaschen!
    Zubereitung Powidl Füllung
    1. Portwein, Zimt, Vanille, Sternanis, Saft und Zesten aufkochen und zur hälfte reduzieren. 2. Die Masse durchsieben und zur Marmelade beimengen.

    Öl de la Provence
    Sehr zu empfehlen: Le Castellas oder Mas des Barres