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Weltraummäßig und…

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…das darüber hinaus. Ich habe noch kein Begriff dafür, aber es gibt Erfahrungen die darüber hinausgehen. Nach meiner PADI Mini-Ausbildung, die nur den Rettungstaucher und diverse andere Spezialisierungen umfaßt (ja Lutz, ich fühle mich auf den Schlips getreten) habe ich mich auf meine erste Tauch-Safari begeben.

[PHOTO: Kydroon diving underwater in full scuba gear]

Ein wichtiges Ziel dieser Reise war es entlegene Orte zu finden. Orte, an denen man nicht einfach so heimkehren könnte, wenn einem danach wäre. Die meisten Orte sind hinsichtlich der notwengiden Zeit garnicht so weit weg. Man zückt seine Kreditkarte, fährt mit dem nächsten Taxi zum Flughafen und über ein oder zwei Hubs ist man in Frankfurt.

Das ist nicht nur Fernweh, sondern meine Überlegung, dass sich an solchen Orten Landschaften und Tiere oder einfach Motive finden lassen müssten, die fremdartig und neu sind – oh wie beneide ich Alexander von Humbold, der diesen ganzen Kontinent entdecken und erkunden durfte!

Auch im tiefsten Patagonien, an den zentralen Sehenswürdigkeiten, ist man nicht wirklich weit weg.

Am Ende hatte ich die Hoffnung auf einen solchen Ort aufgegeben.

Bei meinen ersten Tieftauchgang hatte ich dann diesen wirklich weltraummäßigen Ort dann doch gefunden. Da unten, in 40 Metern Tiefe ist ein anderer Planet voller bizarrer wunderfoller Motive und selbst die Schwerkraft ist anders. Obwohl es nur wenige Meter sind ist das ein Ort der weiter weg ist alls alles andere. Wenn da unten etwas richtig schiefgeht, ist es einfach zu weit weg zurückzukehren. Ich habe den gesuchten Ort also letztendlich doch gefunden – Weltraummäßig!!!

Auf dieser Safari durfte ich meinen ersten Nachttauchgang in den Tropen unternehmen. Meine Schutzengel haben tapfer gearbeitet, denn wir sind bei einem aufziehenden Sturm rausgefahren und es blitzte ständig.

Nacht, unterwasser, bei ausgeschaltetem Licht ist man dann an einem Ort der mehr als Weltraummäßig ist.

Ich muss noch einen Begriff dafür finden, aber weltraummäßig beschreibt für mich etwas, wie einen anderen Planeten. Das da unten war aber ein anderes Universum. Man wirbelt mit den Händen vor sich und das Wasser erleuchtet in einem Glitzerinferno von biolumineszentem Plankton. Der Guide schwimmt voraus und es ist leicht in der absoluten Dunkelheit seiner, durch die Flossen erzeugten, Leuchtspur zu folgen. Gelegentlich wird die Umgebung von den Blitzen erleuchtet und man schwebt durch luminiszente Korallenwälder hindurch – Attack of Happiness!!!

Nachtrag:

Achso, ich hatte völlig vergessen Bilder vom Strand im Tayrona Nationalpark zu posten, aber er verblasst einfach angesichts der Unterwasserwelt…

[PHOTO: Beach at Tayrona National Park] [PHOTO: Boat at Tayrona coast]


Reconstructed Comments

GustyC (28. August 2009, 19:30):
Willkommen Zuhause Kydroon! Deine Reiseberichte und besonders die Fotos waren sehr, sehr schön.

lkv (16. August 2009, 00:19):
Hi Kurt, lieber einmal auf den Schlips treten als sich nachher von den Teilnehmern der vorzeitigen Beerdigung vorwerfen lassen müssen, man hätte ja mal was sagen können… Aber im Ernst: Das PADI business-Modell, die Grundausbildung von Hobby-Tauchern in sehr viele, sehr kleine Stückchen zu zerlegen, und jedes davon einzeln teuer zu verkaufen, ist bei Dir voll aufgegangen (daher auch die Abkürzung "Put Another Dollar In"). Die Kehrseite ist eine teilweise fragwürdige Auswahl von Lehrinhalten. Einerseits lehrt PADI immer noch eine pauschale Aufstiegsgeschwindigkeit von 18m/Minute. Andererseits werden Dekompressionspausen als "Notfallprozedur" dämonisiert. Ich denke, wenn Du die nächsten 100 Tauchgänge überlebst, dann werden Dir Deine früheren Aussagen zur Stickstoff-Narkose selbst komisch vorkommen.

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