Colca Canyon
Mit Alvaros Hilfe (Alfredos Bruder, ich bin nämlich mittlerweile Gast des Hauses Rubina!) bekomme ich mit Gustavo wieder mal einen exzellenten Guia, der auf meine bekloppten Wünsche eingeht. Übernachten am Cruz del Condor, dann absetzen lassen in der Wildniss und nach drei Tagen wieder auflesen.
[PHOTO: Night camp at Cruz del Condor with tent and car]
Am Crus del Condor zeigt sich wieder mal, das nur der frühe Vogel den Wurm bekommt. Noch bevor irgend ein Tourist da ist, kann ich dutzende von majestätisch vorbeigleitenden Kondore fotografieren. Exakt mit der Ankunft des ersten Buses, fliegt der letzte Kondor vorbei.
[PHOTO: Condors in flight - 4 bird photos]
Im Canyon, wollte ich dann drei Tage vollkommen autark Trekken. Also ein Prima Grund alle Register hinsichtlich Ausrüstung zu ziehen und siehe da, man braucht garnicht eine schwere Kamera mitzunehmen, um sich zu überladen. Ich glaube ich bin in der Zeit mit einem 30kg Rucksack rumgelaufen. Das macht Superlaune, weil der Canyon unglaublich steil ist und so ziemlich jeder Weg eine Höhendifferenz von einem Kilometer hat. Dafür ist es sehr sonnig und entsprechend warm (wie gut dass ich genug extra warme Unterwäsche und Handschuhe eingepackt habe).
[PHOTO: Canyon hiking scenes - steep terrain, river views - 4 photos]
Der Canyon ist so steil, das GPS oder Satellitentelefon nur an wenigen Stellen funktionieren (wie gut das ich beide dabeihabe).
Man findet überall Wasser, aber es ist zugleich die Kanalisation der Dörfer (wie gut, dass ich ein mobilen Wasserfilter dabei habe – auch wenn das Ding das Wasser trinkbar macht, ich weiss immer noch wo es herkommt).
Um überall übernachten zu können, habe ich mein high-tech Hallman-Akto Zelt dabeigehabt. Die einzigen Flachen Stellen im Canyon sind aber Hinterhöfe oder Campingplätze, also die Orte, an denen man für eine Handvoll Soles auch ein Bett bekommen hätte. Dafür ist am letzten Abend eine durchgedrehte Kuh durch mein schönes Zelt gerast und hat es auseinandergenommen… :-/ Mit anderen Worten: von den 30kg habe ich 10kg durchaus gebrauchen können. Irgendwie bekomme ich diese „Gewichtslektion“ nicht in mein Hirn. Bin sehr gespannt wie das auf dem Salkantay Trail laufen wird.
[PHOTO: Tent before and after the cow incident]
Der größte Fehler ist aber in den tiefsten begehbaren Canyon der Welt zu steigen. Es ist ein Fehler während des sehr steilen Abstiegs jeden aufkeimenden (sehr vernünftigen) Gedanken in die Richtung: „da muss ich aber wieder hoch?“ mit: „paperlapap-schnick-schnak das lösen wir übermorgen“ zu verdrängen.
[PHOTO: Tapay village with stone arch]
1km runter und dann wieder 800m rauf. Es tut so gut am Ziel (Tapay – 1. Tag) zu sein
[PHOTO: Cooking alpaca steaks and coca tea with Primus stove]
Was man so unterwegs zu sich nimmt (frische Alpaca-Steaks und Coca-Tee)
[PHOTO: Oasis pools waterfall]
Das Ziel der 2. Etappe (die Pools von Oasis)
Es gibt aber dann nichts schöneres, als tatsächlich wieder oben anzukommen ein wirlich kaltes Bier zu trinken und zur Entspannung in den Thermen von Yanque abzuhängen.
[PHOTO: Kydroon in hot springs, valley views, terraced landscape - 4 photos]
Am nächsten Tag nur den Sack packen für Machu Picchu, ein wenig Raften und noch schnell ein Cuy…
[PHOTO: Rafting and canyon views - 2 photos]
(ich bin der mit dem schwarzen Darth Vader Helm)
Heute morgen dann überaschenderweise eine Absage des Fluges, obwohl die Blockade garnicht zustandegekommen ist und noch ein Tage in Arequipa, was den Tod weiterer Cuys nach sich ziehen wird…
Nächste Station: Machu Piccu über den Salkantay Trail…