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Über die RN3 durch die Pampa in den Süden

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Bisher war zwar in Argentinien, erstmals beginne ich aber auch durch Argentinien zu reisen. Der Parkplatz S34 35.708 W58 22.124 hat nicht nur den Vorteil zentral zu sein, sondern auch an einer Hauptverbindung zu liegen, die einem, wenn man die richtige Richtung wählt relativ leicht ermöglicht Buenos Aires zu verlassen. Nun für mich war wohl noch eine Erlebnistour im morgendlichen Rush-Hour-Verkehr vorgesehen, bevor ich wirklich los durfte. Die richtige Richtung ist der internationale Flughafen oder La Boca. Ich hatte aber die ganze Zeit aber nur Flieger zum nationalen Flughafen gesehen der im Nordwesten der Stadt liegt, falsche Richtung! Das Fahren in diesem Strom von Fahrzeugen kann man sich ein wenig wie den Angriff von Luke Skywalker auf den Todesstern vorstellen. Rein in den Kanal (Autobahnauffahrt) und dann alle technischen Leithilfen ignorieren und nach Ggefühl fahren und sich von der Macht leiten lassen. Selten Vierspurig, meist sechs Spuren und nicht selten auch acht und alles im Fluss. Irgendwie habe ich es zurück geschafft doch noch mit El Troll durch La Boca und dann im richtigen Kanal, die Macht war mit mir! Endlich RN3-Zeichen und nicht die Namen von irgendwelchen Generälen die in irgendeinem Krieg irgendeinem Chilenen eine auf die Cabeza gegeben haben. An der ersten Zahlstelle ist aus irgendeinem Grund ein riesen Hupkonzert im Gange keine Ahnung warum, aber ich dachte: da macht Du mit! Ihr kennt ja mein Horn (das der Grande Buenos Aires ist übrigens nicht lauter gewesen)… Ich denke damit habe ich entscheidend zum Sieg beigetragen, denn danach war Ruhe und sie haben alle ohne Pesos einzuziehen durchgewunken. [PHOTO: View from El Troll cockpit driving on RN3 through flat pampa landscape with hay bales] Danach dann Pampa und RN3 und das eine ganze Zeit lang. Das Land ist unglaublich groß und ich unterschätze immer noch täglich die Dimensionen. Während der Fahrt stellt sich übrigens heraus, dass das Ventilationsproblem sich von selbst gelöst hat. Ich kann die Motorwärme als Heizung nutzen und mit den normalen Reglern regeln. Ich kann die Luft draußen zum Kühlen Nutzen. Wozu Ventilatormotor? [PHOTO: Rearview mirror shot showing endless straight road behind] Danach dann Pampa und RN3 und das eine ganze Zeit lang. 30 Grad, Sonne… Danach dann Pampa und RN3 und das eine ganze Zeit lang. Strassensperre Argentinischer Bauern. Die Bauern hassen die Zentralregierung und kreieren an diversen Kreuzungen Installationen, um es alle wissen zu lassen. Auch sie sind von El Troll begeistert und finden es Klasse, das man sich für ihr Land und ihre Probleme interessiert. Gente mui amable! Mein Interesse öffnet die Pforten und ich darf weiter. Danach dann Pampa und RN3 und das eine ganze Zeit lang. OK, mein Navi (mit dem Mapear7 Kartenmaterial, das bisher exzellent exakt ist) hat mich in Bahia Blanca reingelotst. Ich dachte es ist sowas wie ein großes Loret de Mar und an beiden Enden entlang der Strandpromenade gibt es Campingplätze. Ich werde sehr höflich darauf hingewiesen, dass es eine Stadt ist. Die ärmeren Regionen der Stadt waren für das durchschütteln der Ausrüstung und des Gepäcks der bisher härteste Test. Nur ein Glas zu Bruch gegangen. Stadt bedeutet kein Camping, also weiter. Danach dann Pampa und RN3 und das eine ganze Zeit lang. Endlich ein vielversprechendes Schild: Tankstelle und Hotel und Restaurant. Es ist das Restaurante km711 an der RN3 hinter Bahia Blanca. Akzeptable Klos, gutes Essen (bisher hatte ich nur gutes essen mit Ausnahme der Hoden und Eileiter am Samstag in BA). Von einen der Truckfahrer kopiere ich mir noch seine CD mit Argentinischer Musik. Auch die sind begeistert von El Troll und überschlagen sich mit Tips und Empfehlungen und guten Wünschen. Gente mui amable! Die Hunde hier sind auch alle super entspannt und freundlich. Sehr viele wilde Hunde und alle sehr freundlich. Schlafen, danach dann Pampa und RN3 im Nebel und das eine ganze Zeit lang. [PHOTO: View from El Troll cockpit through windscreen showing road and horn] Erste Wagenkontrolle für Früchte und Fleisch, offensichtlich gibt es auf der höhe von Bahia Blanca eine Grenze für irgendwelche Frucht- und Fleischparasiten und weil doppelt besser hält erfolgt die gleiche Kontrolle gleich dreimal in 50km Abständen. Danach dann Patagonia und RN3 und das eine ganze Zeit lang. …und wer hat den Unterschied bemerkt? Ja, bin jetzt in Patagonien. Die Gras- und Farmlandschaft ist langsam in die Patagonische Steppe übergegangen. Die Strassen sind eigentlich ziemlich gut, nur manchmal kommen Wellen die ordentlich die Mate-Bomba durch die Kabine würfeln. Riesensauerei! Überall Yierba… Danach dann Patagonia und RN3 und das eine ganze Zeit lang. Ich unterschätze immer noch die Größe und Ausdehung dieses Landes und ausserdem mache ich im Mittel nur 65k pro Stunde. Dafür ist der Verbauch aber überraschend gering, unter 20 Liter. Diesel kostet hier nur noch 2,5 Pesos. Danach dann Patagonia und RN3 und das eine ganze Zeit lang. Man denkt nicht viel während der Fahrt und es gibt auch nicht viel zu tun, als sucht sich das Hirn irgendetwas womit es sich beschäftigen kann und ich beschäftige mich mit dem Gedanken am nächstbesten Ort komfortabel anzukommen und nicht wie gestern bis tief in die nacht zu fahren. ideal wäre ein Campingplatz mit Restaurant. In diesem Gedanken versunken passiere ich ein Schild, das genau dieses in San Antonio Este nah der RN3 verspricht – BINGO! Runter von der RN3 und auf Richtung Stadt. Auf der Fahrt rein hilft El Troll ein Boot von der Straße zu ziehen und dann endlich! Ich sehe wieder den Atlantik und einen ziemlich geilen Strand. Mein Hirn hat jetzt etwas womit es sich beschäftigen kann. Denk, denk, denk… …Idee: Strand & Sand & Sonne & Atlantik > Kurt in Atlantik > Platsch & Spaß! Vierrad rein und auf zum Strand. [PHOTO: Kurt running on endless beach] [PHOTO: El Troll parked on the beach / footprints] Ich bade im Atlantik! Ein endloser riesiger Sandstrand. Raum, Platz, alles für mich! In der weltraummäßigen Hafenstadt (hier lebt alles vom Transport der Früchte nach Europa, bisschen wie Tattouine) git es das versprochene Camping mit Elektrizität und Wasser und einem Restaurant auf der anderen Straßenseite. Ich bin so leicht zu beglücken. [PHOTO: El Troll parked on beach with vast empty sand] [PHOTO: Small desert town with shops - Tatooine-like] [PHOTO: Local shops and gas station in small town] Mein Nachbar versorgt mich gleich mit frischen Früchten aus seinem Garten. Schlafen, danach dann Patagonia und RN3 und das eine ganze Zeit lang. In Sierra Grande tanke ich dann Diesel und Wasser. War aber billig, nur 2,1 Pesos der Liter. Leider kann nicht mal El Troll Wasser verbrennen. Das finde ich aber erst hier auf der Peninsula Valdes heraus. Endlich dann die Abzweigung Richtung Puerto Piramides…

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